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Big Daddy oder die Katze auf dem heißen Blechdach

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Sossusvlei - die höchsten Dünen der Welt

Ich weiß nicht, ob Harvey „Big Daddy“ Pollitt aus dem Theaterstück von Tennessee Williams Pate für den Namen der höchsten Düne der Welt stand, aber auf dem heißen Sand kommt man sich auf jeden Fall vor wie eine "Katze auf dem heißen Blechdach".

Am frühen Morgen beginnen wir unsere Fahrt durch den Namib-Naukluft-Park Richtung Sossusvlei in Namibia. Das Ganze dauert sehr viel länger als erwartet. Als wir am Eingang des Parks ankommen ist es schon brütend heiß. Auf dem Weg haben wir mehrmals angehalten, um uns das Farbspiel auf den ersten Dünen zu betrachten: ganz in rotes Licht getaucht rauben sie mir den Atem. Eine dieser Dünen ist die Düne 45: ihre Schönheit, ihre Perfektion ist einzigartig. Und keine Menschenseele weit und breit ist zu sehen. Das sollte sich bald ändern.

Auf der Fahrt zum Sossusvlei passieren wir die Düne 45. Einzigartig ist die Weite der Landschaft aus der plötzlich die Dünen hervorquellen. An diesem Morgen ist sie in ein rotes Licht getaucht. Das Farbspiel ist unglaublich. Ihren Namen verdankt sie übrigens dem Umstand, dass sie 45 Kilometer vom Parkeingang bei Sesriem entfernt liegt.

Mit dem Passieren des Parkeingangs ist es vorbei mit der Ruhe: eine Vielzahl von Menschen ist bereits unterwegs - wir sind zu spät. Die Sonne brennt und überall um uns herum Japaner, Amerikaner, Briten und vor allem viele Deutsche.

Wir erreichen den Parkplatz des Dead Vlei und der Sossusvlei Dünen. Unseren jetzt schon angeschlagenen Bus parken wir hier, denn die Fahrt durch die Wüste würde er kaum überstehen. Wir stellen uns für das Shuttle an, das uns das letzte Stück zu den Dünen und zum Dead Vlei bringen soll.

Wenn da nur nicht die vielen Menschen gewesen wären. Das ist einfach nicht mein Ding. In den letzten Jahren war ich immer in sehr einsamen Gebieten unterwegs, in denen es nur wenige Touristen im eigentlichen Sinn gab. Na ja, ich selbst bin auch ein Tourist in diesem Land in dieser Wüste - damit muss ich wohl jetzt leben.

Am Fuße der Dünen angekommen, bleiben wir erst einmal ein paar Sekunden stehen und staunen. Vor uns liegen Big Daddy und Big Mama, mit ihren bis zu über 380 Meter Höhenunterschied gegenüber der Pfanne zählen sie zu den höchsten Dünen der Welt. Eigentlich wollten wir Big Daddy besteigen, aber wir sind einfach zu spät und die Mittagshitze hat uns voll eingeholt. Statt dessen machen wir uns auf Entdeckungstour in Richtung der toten Bäume, ins Dead Vlei.

Das Wort Vlei ist übrigens Afrikaans und steht für Pfanne oder Senke und ist eine in Namibia übliche geographische Bezeichnung der Endpfanne eines Flusses. Sossusvlei bedeutet also so viel wie Endpfanne des Tsauchab. In seltenen, guten Regenjahren führt diese Pfanne Wasser. Dann bildet sich für kurze Zeit ein wenige Zentimeter bis mehrere Meter tiefer See im Vlei am Ende des Tsauchab. Dieses Phänomen konnten wir leider bei unserem Besuch nicht sehen. Aber wir hatten das Glück, dass es zwei Tage zuvor stark geregnet hatte, so dass alle Wege zu und von den Dünen mit Wasser gefüllt waren. Was für ein Spektakel.

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In den letzten beiden Tagen hatte es geregnet. Das Wasser sucht sich seinen Weg durch die Wüstenstraße - das macht unseren Besuch ganz besonders.

 

Tote Bäume im weißen Tal von Sossusvlei

Nach kurzer Zeit stehen wir mitten im Dead Vlei, in dem 500-900 Jahre alte Kameldornbäume stehen. Die schwarzen, toten Stämme und Äste auf dem weißen Boden, mit den roten Dünen im Hintergrund, eine einzigartige Kulisse. Für Fotografen ein Muss. Auch hier sind trotz der Hitze noch einige Menschen unterwegs - es ist aber überschaubar. Ich kann mich gar nicht von diesem Anblick lösen. Trotz der Hitze könnte ich Stunden hier verbringen.

Impressionen von Sossusvlei und Deadvlei im Namib-Naukluft-Park.
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