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Thunfisch-Würfel im Sesammantel
13. Februar 2020
 

Voller Enthusiasmus, Tatendrang und frischer Ideen starten wir ins neue Jahr. Wir stellen Weichen und versuchen, Dinge zu ändern. Wir nehmen uns Dinge vor und verwerfen sie wieder. Welche Vorsätze tun uns wirklich gut? Wie finden wir sie und was lernen wir dabei über uns selbst?

Pünktlich zum Jahresanfang ist er wieder da - dieser Wunsch nach Veränderung in meinem Leben. Endlich beruflich etwas Neues wagen. Endlich die Alm in den Bergen übernehmen, ein Bed and Breakfast eröffnen oder den Nähkurs um die Ecke besuchen. Und nicht zu vergessen meine Dauerthemen: mehr für die Gesundheit zu tun, mehr Sport zu treiben und mir mehr Zeit für mich selbst zu nehmen.

Genau wie in dem Song von Jamie Callum "Next Year Baby". Der Brite besingt darin seine eigene, lange Liste an guten Neujahrsvorsätzen.

Die nächsten Abenteuer werden schon wieder geplant, aber vielleicht wäre auch einfach mal "Nichtstun" angesagt?


„Neujahrsvorsätze kommen und gehen.”

Jamie Callum nimmt sich in seinem Song z.B. vor, jeden Sonntag seine Oma anzurufen, endlich kochen zu lernen, die Rechnungen immer pünktlich zu bezahlen und unbedingt die Dusche zu putzen. Alles Dinge, wie er singt, die er wahrscheinlich nie tun wird, weil "Neujahrsvorsätze kommen - und gehen". Er verschiebt sie einfach aufs nächste Jahr.

Wie Recht er doch hat. Denn sobald ich meine Entschlüsse gefasst habe, melden sich auch bei mir sofort die Zweifel. Das ist bei mir nicht nur zur Jahreswende der Fall und ich nehme mir auch nicht speziell etwas am Silvesterabend vor, aber irgendwie verleitet der Jahreswechsel dazu, sich diese Themen wieder in Erinnerung zu rufen.

Das alte Jahr ist vergangen und wir blicken voller Hoffnung auf das Neue. Auch wenn Beides bei mir nicht wirklich positiv war. Also, es kann nur besser werden.

Vieles dreht sich dabei auch um die eigene Veränderung, nicht nur die Veränderung der äußeren Umstände. Es hat viel mit Reflexion zu tun, herauszufinden, was einem gut tut und was richtig oder schädlich für einen persönlich ist.

 

"Mehr Zeit für sich selbst finden", das könnte man mit einem kleinen Projekt gleich ausprobieren:

Wir könnten unseren Router für das heimische WLAN ab 22 Uhr in den Ruhezustand versetzen. Und den Fernseher gleich mit. Und dann statt dessen eine halbe Stunde um den Block marschieren. Das würde natürlich noch viel mehr Spaß machen, wenn man einen Hund hätte (auch so ein lang gehegter Wunsch von mir, der sich mit meinem Arbeitsleben leider nicht vereinbaren lässt).

Eine ebenso einfache, wie logische Methode, um Zeit für sich selbst zu finden, sind "Let-it-be"-Listen anstelle von "To-do"-Listen. Der Zeitforscher Jonas Geißler empfiehlt, vermeintlich wichtige Dinge zu notieren, sie dann einfach wegzulassen und so wieder zu lernen, Dinge auch einmal zu verpassen. Das klingt erst mal einfach, ist für mich persönlich aber ein sehr schwieriges Unterfangen. Wer mich kennt, der weiß das.

Mehr Zeit für sich persönlich nehmen.

Und endlich den Traum von einer Hütte in den Bergen verwirklichen.


 

Wissenschaftler am University Collage von London haben in einer Studie herausgefunden, dass es durchschnittlich 66 Tage dauert, bis ein Vorsatz zur festen Gewohnheit wird. Alles wissenschaftlich belegt und mit Probanden getestet (kann man auch unter unnützes Wissen abspeichern oder man kann damit klugscheißern). Ganz schön lange und da sprechen wir nur von einem kleinen Vorsatz ....

Deshalb ist es erfolgsversprechender, wenn wir unsere Ziele in kleinen Schritten verfolgen. Ganz konkret. Und jeden kleinen Schritt, den wir erfolgreich umsetzen ein wenig feiern. Das machen wir im allgemeinen viel zu wenig. Nichts ist im übrigen demotivierender als ein riesiger Berg an Vorsätzen ohne konkreten Plan. Gelassen bleiben, auf alles gefasst sein, aber vor allem den Spaß bei der Umsetzung nicht verlieren.

Und manchmal braucht es auch nur ganz wenig zum Glück: die Kunst des Loslassen. Sich von unnötigem Ballast und überfüllten Schränken, aber auch von einem überfüllten Alltag zu befreien. Notfalls auch von dem einen oder anderen Vorsatz. So gibt es vielleicht auch für mich noch Hoffnung. Neujahrsvorsätze kommen und gehen, wie Jamie Cullum singt.

Und manchmal ist es auch ganz gut, so wie es ist. Und es reicht, sich über das zu freuen, wie es hätte sein können. Der Nähkurs ist zwar leicht zu verwirklichen, aber eben doch eine weitere Verpflichtung, die mich zusätzlich unter Druck setzt. Und ich hadere noch damit, wie ich meinen Gesundheitsvorsatz in die Tat umsetzen soll. Kleine Schritte? Neu formulieren? Oder ich lasse los - und verschiebe ihn einfach auf das nächste Jahr ....


VOM TRAUM ZUM PLAN

Um einen Vorsatz wirklich erfolgreich umsetzen zu können, bedarf es einer guten Planung und vor allem eine intensive Auseinandersetzung mit sich selbst und seinen Träumen.

Die wichtigsten Schritte
von Anke Fehring, Autorin und Coach

1. Mit welchem ersten kleinen Schritt wirst Du Deinem Traum mehr Platz in Deinem Alltag geben?

2. Wann gehst Du diesen ersten Schritt?

3. Wem aus Deiner Umgebung wirst Du davon berichten? (das steigert die Verbindlichkeit und damit die Motivation)

Lass Dich durch Deine Träume auf Deinem Weg leiten. Denn genau das ist der Weg zu einem erfüllten (Alltags-)Leben.